Unter Berücksichtigung der Megatrends 2020 unterliegen Menschen und Unternehmen auch in Zukunft großen und nachhaltigen Veränderungen. Damit sind sowohl Herausforderungen als auch Chancen verbunden. Ohne Zweifel werden wir über 2020 hinaus mit spürbaren gesellschaftlichen, technischen und ökologischen Veränderungen zu tun haben. Hierbei ist schon jetzt zu erahnen, dass die erkennbaren Megatrends in ihren Auswirkungen nochmals schneller, intensiver und nachhaltiger werden.

Megatrends 2020

Sog. Megatrends zeichnen sich dadurch aus, dass sie

  • globale Bedeutung besitzen, also weltweit ihre Spuren hinterlassen;
  • langfristig wirken, d.h. ihre Wirkung über mehrere Dekaden entfalten;
  • schon heute sichtbar und daher hohe Wahrscheinlichkeit besitzen.

Die kommenden Megatrends bis 2020 geben also eine grobe Richtung vor, in die sich nationale und internationale Unternehmen in den kommenden 5 Jahren entwickeln (müssen). Die Megatrends 2020 haben insbesondere in den kommenden Jahren immensen Einfluss darauf,

  • wo Wachstum und Beschäftigung zu erwarten ist,
  • wo die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen steigen wird und
  • welche Anforderungen an diese gestellt werden.

Die Details müssen dann anhand strategischer Planung und Vorausschau ermittelt werden. Hieraus ergeben sich für die exportorientierten Unternehmen Deutschlands sowohl Herausforderungen als auch Chancen, die zu analysieren sind. Auch Existenzgründer müssen ihre Geschäftsidee daraufhin überprüfen, ob sie die kommenden Megatrends 2020 im Blick haben und somit zukunftsfähig sind.

Digitalisierung und Automatisierung

Die Digitalisierung ist sicher einer der Megatrends 2020, der schon jetzt in vollem Gange ist. Die Gewinner von morgen sind die Unternehmen, die große Mengen von Daten (Big Data) sammeln, analysieren und entweder für sich selbst nutzen oder anderen gegen Vergütung zur Verfügung stellen können. Die weltweit

  • zunehmende Zahl an Smartphones,
  • das Internet der Dinge (IoT),
  • die Verlagerung von Programmen in Clouds und
  • die aufkommende Sharing-Economy

sind nur einige Stichworte, die Teile einer globalen Vernetzung sein werden und für gewaltige Veränderungen sorgen, die neben Gewinnern auch zahlreiche Verlierer mit sich bringen.  Die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine werden nicht nur zahlenmäßig zunehmen. In Zukunft werden diejenigen Unternehmen am erfolgreichsten sein, die möglichst viele Prozesse, Aufgaben und Anwendungen vom Menschen auf die Maschine übertragen können. Smart heißt das Zauberwort der Zukunft, wobei dem Smartphone die „smart materials“ nachfolgen werden.

Demografischer Wandel

Während die Weltbevölkerung auf Basis einer steigenden Lebenserwartung und einer hohen Geburtenrate in Südostasien und Afrika bis 2020 weiterhin stark wächst, müssen sich die industrialisierten Länder in Westeuropa, Nordamerika und Japan auf eine zunehmend alternde Gesellschaft einstellen. Der demografische Wandel in den genannten Ländern wird zu vielfältigen Veränderungen und Problemen in diesen Gesellschaften führen. Einige davon sind schon heute sichtbar. Während die Anzahl junger und gut ausgebildeter Fachkräfte kontinuierlich sinkt und der Kampf um Fachkräfte intensiver wird, steigt die Anzahl der Menschen, die von Transferleistungen aus den sozialen Sicherungssystemen abhängig sind. Wenn auf der einen Seite die Beitragszahler schwinden und auf der anderen Seite immer mehr Menschen von den sozialen Sicherungssystemen abhängig werden, müssen diese an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden. Zusätzlicher Druck auf die Sozialsysteme wird dadurch entstehen, dass die zunehmende Zahl alter Menschen mit höheren Krankheits- und Pflegekosten verbunden ist.

Urbanisierung

Auch der Trend zur Urbanisierung ist schon längst im vollen Gange, insbesondere in Japan, China und Südostasien. Schon heute lebt die Hälfte der Menschheit in urbanen Regionen, also großen Wirtschaftsmetropolen, Millionenstädten oder sog. Ballungszentren. Laut Schätzungen der UN sollen es bis 2050 zwei Drittel werden, wobei der Trend zur Urbanisierung vor allem in den Entwicklungsländern und in Asien zu beobachten sein wird, wo sich schon heute einige der größten Städte der Welt entwickelt haben. Umweltschutz, Hygiene, Mobilität und genügend Wohnraum werden die zentralen Herausforderungen sein, die den weltweiten Trend der Urbanisierung begleiten.

China und Südostasien

Auch in den kommenden Jahren werden China und die Schwellenländer Südostasiens ihr Bruttoinlandsprodukt weiter steigern, was auf den wachsenden Binnenmärkten und der zunehmenden Handelsbeziehungen untereinander (TTP) beruht. Während China schon heute den höchsten Anteil am weltweiten Bruttosozialprodukt erwirtschaftet, wird Indien bis ins Jahr 2050 als Nr. 2 folgen und dabei die USA überholen. Der nächste Aspirant auf einen Platz unter den Top 5 ist Indonesien, mit etwas Abstand gefolgt von Pakistan, Phillipinen, Bangladesh und Vietnam.

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