Immobilien zur Altersvorsorge liegen in Deutschland aus guten Gründen hoch im Kurs, da die gesetzliche Rentenversicherung – entgegen allen Versprechen in der Vergangenheit – zur Sicherung des Lebensstandards in der Regel kaum ausreichend ist und bis auf weiteres auf Guthaben bei Banken kaum noch Zinsen zu erwarten sind.

Gesetzliche Rentenversicherung

Inzwischen herrscht Einigkeit darüber, dass die gesetzliche Rente beim Großteil der Arbeitnehmer in Deutschland nicht ausreichend ist, um den gewohnten Lebensstandard nur annähernd aufrechtzuerhalten. Dies gilt umso mehr, wenn es sich um eine Einverdiener-Ehe handelt und sozusagen zwei Menschen von einer Rente leben müssen. Diese Situation hat sich in den letzten Jahren noch dadurch verschärft, dass die einstmals gut verzinsten Sparguthaben der Deutschen kaum noch Erträge erwirtschaften, um nicht zu sagen, wertmäßig infolge der Inflation sogar abnehmen. Nichtsdestotrotz wird das Thema Altersvorsorge gerne auf die lange Bank geschoben.

Eine interessante Infografik der OECD zeigt anschaulich, dass Altersarmut umso wahrscheinlicher ist, desto größer die Abhängigkeit von Transferzahlungen wie der gesetzlichen Rente ist. Das reichste Zehntel der Bevölkerung in den Mitgliedstaaten der OECD ist in der Lage, mehr als die Hälfte des Einkommens im Rentenalter durch Arbeit oder aus Kapitalerträgen zu erwirtschaften. Gleichzeitig wird jedoch hieraus ersichtlich, dass Arbeit im Rentenalter in den meisten Fällen unumgänglich ist, um seinen Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Infografik: Fast alle Personen über 65 leben überwiegend von Transferzahlungen | Statista

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Immobilie als Altersvorsorge

Wie die nachfolgende Infografik zeigt, haben die Deutschen großes Vertrauen in Immobilienvermögen und Gold. Währenddessen ist das Vertrauen in Aktien und Firmenanteile eher gering, zumal schon ein großer Teil mit Aktien und Firmenanteilen Geld verloren hat.

Infografik: Pläne und Erfahrungen zum Thema Geldanlage | Statista
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Immobilien-Standort entscheidend

Immobilien zur Altersvorsorge sind sicher nicht die schlechteste Wahl. Der niedrige Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank bewirkt einerseits, dass Sparguthaben kaum noch verzinst werden. Andererseits sind Darlehen für Immobilien auch auf weitere Sicht so günstig wie nie, so dass der Einstieg in Immobilien zur Sicherung der Altersvorsorge auch weiterhin sehr interessant ist. Eine eigene Immobilie befreit von der Verpflichtung zu Mietzahlungen und kann darüber hinaus an die nächste Generation vererbt werden. Nichtsdestotrotz ist nicht jeder Immobilienkauf im Sinne einer Altersvorsorge geeignet, da es im Sinne einer langfristigen Vermögensanlage auch zunehmend auf den Standort einer Immobilie ankommt. Während in ländlichen Gebieten und insbesondere in Ostdeutschland ein Preisverfall bei Immobilien zu beoachten ist, bleiben die Immobilienpreise in Städten und insbesondere in Süddeutschland sehr konstant.

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