Die Haftpflichtversicherung für Tierhalter gehört in meinen Augen zu den Basisversicherungen, auf die man nicht verzichten sollte, wenn man mit Tieren zusammenlebt . Doch zuletzt habe ich mir desöfteren die Frage gestellt, ob ich als Hundebesitzer richtig und ausreichend versichert bin. Es sind doch immer die Grenzfälle, in denen sich die „gute“ Versicherung von der „schlechten“ unterscheidet.

Wie ist es beispielsweise, wenn die Landeshauptstadt München ihre Überlegungen in die Tat umsetzt und die Leinenpflicht an der Isar auf das gesamte Stadtgebiet ausdehnt? Wie ist es im Urlaub in Venedig, wenn man seinen Hund ohne Maulkorb ins Boot mitnimmt? Wie ist es, wenn ein kleines Kind auf den Hund zurennt und dieser nach der Hand schnappt? Wie ist es, wenn ich zwei Hunde voneinander trennen will und einer mich erwischt? Wie ist es, wenn sich z.B. Pferd und Hund begegnen und es zu einem Unfall kommt?

Ein Moment der Unachtsamkeit reicht bereits aus, in dem die Katze auf die Straße rennt und einen Autounfall verursacht oder der Hund dem Nachbarsjungen in den Arm beißt. Die dadurch verursachten Kosten für Reparaturen oder Arztbesuche können sich schnell summieren und den Tierhalter in den finanziellen Ruin treiben, wenn er nicht richtig versichert ist. Aber reicht eine klassische Privathaftpflichtversicherung schon aus, z.B. die private Haftpflichtversicherung der Hansemerkur, um sich gegen alle Eventualitäten zu schützen?

Wer haftet eigentlich bei Unfällen, die von Tieren verursacht werden?

Normalerweise übernimmt eine Haftpflichtversicherung alle Kosten für Personen- und Sachschäden, die vom Versicherungsnehmer oder einem Mitglied der Familie verursacht werden. Haustiere sind jedoch nur dann mitversichert, wenn es sich um gezähmte Kleintiere wie Katzen, Hamster oder Kaninchen handelt. Hunde, Pferde oder wilde Tiere wie Vogelspinnen und Schlangen brauchen dagegen eine eigene Versicherung – die sogenannte Tierhalterhaftpflichtversicherung. Eine solche spezielle Haftpflichtversicherung bieten eigentlich alle bekannten Versicherungen an und beinhaltet in der Regel folgende Leistungen:

  • Mitversicherung der Hundewelpen bis zum 1. Lebensjahr;
  • Unbegrenzte Deckung im Ausland;
  • Deckung der Haftpflicht bei Teilnahme an Turnieren und Rennen, -fuhrwerken und -schauen;
  • Deckung der Sachschäden an gemieteten Gebäuden oder mobilen Gegenständen;
  • Ungewolltes Decken eines anderen Hundes und Folgeschäden;
  • Versicherungsdeckung ohne Leinen- und Maulkorbzwang.

Wie immer entscheidet bei Versicherungen jedoch das Kleingedruckte in den Versicherungsbedingungen, ob man sich am Ende für die richtige Versicherung entschieden hat.

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