Geld verdienen mit Photovoltaik und der eigenen Solaranlage auf dem Dach. Immer mehr Gebäudeeigentümer, Unternehmen und Bürgergruppen entscheiden sich für eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen oder gemieteten Dach. Die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen (= Photovoltaik) wird vor allem in Süddeutschland zunehmend beliebter. Genutzt werden eigene Dachflächen oder auch Freiflächen. Der erzeugte Strom wird an Energieversorger verkauft und/oder selbst verbraucht. Nachfolgend habe ich einige Infos zusammengestellt, die beim Kauf einer Solaranlage und beim Betrieb zu beachten sind, insbesondere auch im Rahmen des Steuerrechts.

Inhalt:

  1. Geld verdienen mit Photovoltaik
  2. Vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage Angebote einholen
  3. Förderung und Finanzierung einer Photovoltaikanlage
  4. Photovoltaik-Versicherungen
  5. Anmeldung der Photovoltaikanlage beim Stromversorger
  6. Anmeldung der Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur
  7. Betrieb einer Photovoltaikanlage mit Einspeisung des erzeugten Stroms ist gewerbliche Tätigkeit
  8. Gewinnermittlung mittels Einnahmen-Überschußrechnung
  9. Stromeinspeisung aus Photovoltaik führt zu Einkünften aus Gewerbebetrieb
  10. Steuerabzug bei Bauleistungen gem. §§ 48 ff EStG
  11. Beiligung an Photovoltaikanlagen oder Dach mieten

1. Geld verdienen mit Photovoltaik

Wer Strom aus einer Photovoltaikanlage ins Netz einspeist und damit Geld verdienen will, muss einige rechtliche und steuerliche Regeln beachten. Nachfolgend habe ich einen Überblick zusammengestellt, der die wichtigsten Aspekte beleuchtet. Für die Betreiber einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach sind insbesondere die Regelungen aus dem Einkommen- und Umsatzsteuerrecht zu berücksichtigen. Während mit der Einkommensteuer der Gewinn aus der Stromerzeugung besteuert wird, geht es bei der Umsatzsteuer um die Besteuerung der Stromlieferung zwischen Betreiber und Energieversorger.

2. Vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage Angebote einholen

Heute gebräuchliche, kristalline Solarmodule benötigen pro Kilowatt Spitzenleistung ( 1 kWp) eine Dachfläche von rund 10 qm. Eine durchschnittliche Photovoltaikanlage auf dem Satteldach eines Einfamilienhauses liegt im Größenbereich von 5 kWp Anlagenleistung mit bis zu 50 qm Platzbedarf.

Wer sich für die Errichtung und Betrieb einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen (oder gemieteten) Dach entschieden hat, holt in aller Regel mehrere Angebote bei sog. Solarteuren ein. Die Angebote sollten so detailliert und aussagekräftig sein, dass damit nicht nur die Kosten der Solaranlage, sondern auch die zukünftigen Erträge pro Kilowatt-Peak realistisch eingeschätzt werden können. Ein Angebot nach dem Gütezeichen „RAL-GZ 966 Solar“ ist ein hilfreiches Indiz, ob es sich um ein vollständiges und transparentes Angebot handelt.

In der Regel enthalten die Angebote neben der reinen Installation der Photovoltaikanlage weitere ergänzende Produkte oder Dienstleistungen, insbesondere die Vermittlung einer Finanzierung, Versicherungen oder Wartungsverträge.

3. Förderung und Finanzierung einer Photovoltaikanlage

a) Zinsgünstige Darlehen

Für die Installation einer Photovoltaikanlage auf einem üblichen Einfamilienhaus muß man mit einer Investitionssumme zwischen EUR 10.000,00 und EUR 20.000,00 rechnen. Die Finanzierung einer Photovoltaikanlage ist jedoch auch ohne entsprechendes Eigenkapital möglich. Die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung ist als Sicherheit anerkannt und darüber hinaus stehen zinsgünstige Darlehen aus Bundesmitteln zur Verfügung, die auch eine Finanzierung zu 100% möglich machen. Ein beliebte Finanzierungsvariante ist der zinsgünstige KfW-Kredit für alle Personen, Unternehmen oder Organisationen, die Sonnenenergie zur Stromerzeugung nutzen und in eine Photovoltaikanlage investieren. Weiterhin gibt es auch interessante Angebote der Umweltbank, GLS-Bank oder Ethikbank, die sich ebenfalls an Privatleute, Freiberufler oder Unternehmen richten.

b) Einspeisevergütung gem. EEG

Die mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingeführte Einspeisevergütung für selbst erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien ist ein zentrales Instrument bei der Förderung von Solaranlagen. Dadurch werden die großen Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu festen Vergütungssätzen abzunehmen. Die Vergütungssätze für Strom aus Photovoltaik richten sich nach Größe und Bauart (Aufdach, Freiflächenanlagen) sowie nach dem Zeitpunkt der Erstinbetriebnahme.

c) Weitere Fördermittel und Zuschüsse

In einigen Bundesländern, Städten oder Gemeinden gibt es zusätzliche Fördermittel bzw. Zuschüsse, mit denen die Finanzierung erneuerbarer Energien (incl. Photovoltaik) erleichtert werden soll.

4. Photovoltaik-Versicherungen

Da die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach regelmäßig eine mindestens fünfstellige Investitionssumme (oder noch mehr) mit sich bringt, sollte diese auch ausreichend gegen Schäden versichert sein. Gefahren drohen z.B. durch Blitzschlag, Sturm oder Hagel, aber auch die eigene Haftpflicht für Schäden bei Dritten sollte man in Betracht ziehen. Kleinere Anlagen auf dem eigenen Hausdach können ggf. in die bereits bestehende Wohngebäudeversicherung einbezogen werden. Größere Photovoltaikanlagen sind mit einer besonderen Photovoltaikversicherung gut bedient, die alle Gefahren abdeckt.

5. Anmeldung der Photovoltaikanlage beim Stromversorger

Die Anmeldung einer Photovoltaikanlage beim Elektrizitäts-Versorgungs-Unternehmen (EVU) übernimmt in der Regel der Anlagenbauer, wobei die jeweiligen technischen Anschlußbedingungen (TAB) des Netzbetreibers zu beachten sind. Um negative Überraschungen zu vermeiden, ist es für Sie als zukünftiger Betreiber einer Photovoltaikanlage empfehlenswert, dem Energieversorger das Fertigstellungsdatum der PV-Anlage so früh wie möglich anzukündigen. Manche Stromversorger möchten gerne einen Einspeisevertrag abschließen, der jedoch nicht verpflichtend ist.

Sollte es im Einzelfall zu einem Streit mit dem Energieversorger kommen, hilft die sog. Clearingstelle EEG weiter.

6. Anmeldung der Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur

Nach § 16 Abs. 2 EEG ist der Betreiber verpflichtet, den Standort und die Leistung der Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur anzumelden. Diese Anmeldung ist Voraussetzung für den Vergütungsanspruch bezüglich des Stroms, der eingespeist wird.

7. Betrieb einer Photovoltaikanlage mit Verkauf des Stroms ist gewerbliche Tätigkeit

Wer als Betreiber einer Photovoltaikanlage Strom verkauft und eine sog. Einspeisevergütung erhält, nimmt eine gewerbliche Tätigkeit auf. Aus steuerlicher Sicht liegt i.S.d. Einkommensteuer eine gewerbliche und i.S.d. Umsatzsteuer eine unternehmerische Tätigkeit vor. Hieraus ergeben sich einige steuerrechtliche Pflichten, die zu beachten sind.

a) Gewerbeanmeldung

Der Betrieb einer Photovoltaikanlage mit vollständiger oder teilweise Einspeisung des erzeugten Stroms stellt eine gewerbliche Tätigkeit dar, aus der Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. § 15 EStG erzielt werden.

Die Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit muß grundsätzlich mittels Gewerbeanmeldung der örtlich zuständigen Gemeinde angezeigt werden. In Deutschland herrscht zwar Gewerbefreiheit, soweit nicht gesetzliche Beschränkungen oder Ausnahmen bestehen. Allerdings besteht die Verpflichtung, die Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit unverzüglich der zuständigen Behörde per Gewerbeanmeldung anzuzeigen.

Im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach existieren in Deutschland jedoch unterschiedliche Gepflogenheiten, die regional und je nach Größe der  Photovoltaikanlage unterschiedlicher nicht sein könnten. Darüber hinaus werden die diversen Fachbegriffe oft verwechselt, so dass die bereits bestehende Unsicherheit noch vergrößert wird.

Eine offizielle Grenze zieht das Bundesfinanzministerium bei einer Leistung von 5 kw. Darunter liegt ein sog. Bagatellfall vor, der nach den Zielsetzungen der Gewerbeordnung nicht regelungsbedürftig erscheint und daher keine Gewerbeanmeldung erforderlich macht. Bei größeren Anlagen empfehle ich in jedem Fall eine schriftliche Anfrage bei der zuständigen Gemeinde, ob eine Gewerbeanmeldung erforderlich ist.

b) Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Wer aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage Einnahmen aus der Einspeisevergütung erzielt, muss dies in jedem Fall dem örtlich zuständigen Finanzamt anzeigen. Wer die Aufnahme der gewerblichen Tätigkeit bereits der Gemeinde angezeigt hat, erhält vom Finanzamt in der Regel zeitnah einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zugeschickt. Anderenfalls ist der Betrieb der Photovoltaikanlage dem zuständigen Wohnsitzfinanzamt innerhalb eines Monats formlos mitzuteilen.

Den Vordruck „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bei Aufnahme einer gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) oder landwirtschaftlichen Tätigkeit oder Beteiligung an einer Personengesellschaft/-gemeinschaft“ können Sie sich auch auf den Internetseiten der Finanzverwaltung herunterladen und gleich mit der Mitteilung an Ihr Finanzamt übersenden.

Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung enthält u.a. Fragen zu folgenden Bereichen:

  • Persönliche Daten der Betreiber;
  • Beginn der Tätigkeit;
  • Angaben zur Festsetzung der Steuervorauszahlungen;
  • Art der Gewinnermittlung;
  • Voraussichtliche Höhe der Einnahmen (Umsätze);
  • Entscheidung zur Anwendung der Kleinunternehmerregelung.

Der ausgefüllte Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ist Voraussetzung, dass seitens des Finanzamts eine Steuernummer erteilt wird (falls noch nicht vorhanden).

c) Kleinunternehmerregelung

Eine wichtige Entscheidung der Betreiber einer Photovoltaikanlage betrifft die Anwendung der Kleinunternehmerregelung gem. § 19 UStG.

Grundsätzlich haben Unternehmer i.S.d. Umsatzsteuerrechts ein Wahlrecht zwischen der

  • Regelbesteuerung der Umsätze oder
  • Anwendung der Kleinunternehmerregelung gem. § 19 UStG.

Das Wahlrecht wird in der Regel im Rahmen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung ausgeübt. Da man an diese Entscheidung 5 Jahre gebunden ist, sollten die Vor- und Nachteile der Kleinunternehmerregelung bekannt sein.

Betreiber einer Photovoltaikanlage entscheiden sich meist für die Regelbesteuerung der Umsätze aus dem Stromverkauf, weil dann die vom Verkäufer/Solarteur in Rechnung gestellte Umsatzsteuer vom Finanzamt wieder erstattet wird.

Verzichtet der Anlagenbetreiber also auf die Anwendung der Kleiunternehmerregelung, unterliegen sämtliche Umsätze aus dem Verkauf des Strom der Steuerpflicht im Rahmen der Umsatzsteuer.

Entscheidet sich der Anlagenbetreiber i.S.d. Vereinfachung für die Anwendung der Kleinunternehmerregelung und sind die Voraussetzungen hierfür gegeben, rechnet der Energieversorger ohne gesonderten Ausweis der Umsatzsteuer ab. Im Gegenzug ist der Kleinunternehmer jedoch vom Vorsteuerabzug aus den Rechnungen für den Kauf und die weitere Wartung der Solaranlage ausgeschlossen. In diesem Fall erfolgt keine Erstattung der gezahlten Vorsteuer für den Kauf und Installation der Photovoltaikanlage. Zweck der Kleinunternehmerregelung ist die Verwaltungsvereinfachung für den Betreiber. Es entfällt insbesondere die Verpflichtung zur Abgabe regelmäßiger Umsatzsteuervoranmeldungen.

d) Umsatzsteuervoranmeldungen

Nach § 18 Abs. 1 UStG muss der Betreiber einer Photovoltaikanlage bei Stromeinspeisung ins öffentliche Netz mit entsprechender Vergütung regelmäßig eine Umsatzsteuervoranmeldung an das zuständige Finanzamt übermitteln. Der übliche Weg ist die elektronische Übermittlung des amtlichen Formulars. Diesbezüglich verweise ich auf meinen Artikel zu Umsatzsteuervoranmeldungen.

8. Gewinnermittlung mittels Einnahmen-Überschußrechnung

Betreiber einer Photovoltaikanlage in der Rechtsform eines Einzelunternehmens (oder GbR) können die jährliche Gewinnermittlung regelmäßig mittels Einnahmen-Überschußrechnung gem. § 4 Abs. 3 EStG vornehmen. Die sog. Anlage EÜR wird dann zusammen mit der Einkommensteuererklärung an das Finanzamt elektronisch übermittelt.

Der steuerpflichtige Gewinn aus dem Gewerbebetrieb „Photovoltaik“ entspricht dem Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben in dem jeweiligen Wirtschaftsjahr (i.d.R. Kalenderjahr). Die Einnahmen und Ausgaben werden nach dem sog. Zu- und Abflussprinzip gem. § 11 EStG erfasst.

Zu den Betriebseinnahmen zählen i.d.R. folgende Posten:

  • Einspeisevergütung des Energieversorgers an Anlagenbetreiber;
  • Vereinnahmte Umsatzsteuer zur Einspeisevergütung (bei Entscheidung zur Regelbesteuerung);
  • Vom Finanzamt erstattete oder ggf. verrechnete Umsatzsteuer im jeweiligen Wirtschaftsjahr;
  • Unentgeltliche Wertabgaben incl. Umsatzsteuer (Eigenverbrauch);
  • Sonstige Erlöse (z.B. aus Direktvermarktung).

Zu den Betriebsausgaben zählen i.d.R. folgende Posten:

  • Absetzung für Abnutzung (Abschreibung) der Photovoltaikanlage;
  • Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 und 6 EStG;
  • Herabsetzungsbeträge gem. § 7g Abs. 2 S. 2 EStG;
  • Schuldzinsen und sonstige Finanzierungskosten bei Finanzierung der Photovoltaikanlage;
  • Versicherungen für Photovoltaikanlage;
  • Kosten für Reparaturen, Wartung, Instandhaltung;
  • Sonstige Betriebsausgaben (insbesondere Gebühren für Ablesung oder Zähler, Telefon, Bürobedarf, Porto; Buchführung, Gewinnermittlung);
  • An das Finanzamt gezahlte oder ggf. verrechnete Umsatzsteuer im jeweiligen Wirtschaftsjahr (insbes. Umsatzsteuervorauszahlungen);

Etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt das Thema der Unentgeltlichen Wertabgaben (Eigenverbrauch). Diesbezüglich verweise ich auf den Artikel zum Eigenverbrauch aus der Photovoltaikanlage.

Die Nutzungsdauer einer Photovoltaikanlage beträgt nach der amtlichen AfA-Tabelle 20 Jahre. Die jährliche lineare Absetzung für Abnutzung (Abschreibung) beträgt somit 5 % der Anschaffungskosten (ggf. abzgl. etwaige Zuschüsse.

9. Stromeinspeisung aus Photovoltaik führt zu Einkünften aus Gewerbebetrieb

Der Betrieb einer Photovoltaikanlage mit Einspeisung des erzeugten Stroms ist eine gewerbliche Tätigkeit i.S. des § 15 EStG dar. Der oder die Betreiber (bei Ehegatten liegt eine GbR vor) erzielen somit Einkünfte aus einem Gewerbetrieb.

Insbesondere in den Anfangsjahren kann sich aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage ein Verlust ergeben, der dann mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb, selbständiger oder nicht selbständiger Arbeit oder Vermietung und Verpachtung grundsätzlich verrechnet werden kann. Sollte das Finanzamt im Einzelfall eine Gewinnerzielungsabsicht verneinen, wäre die Verlustverrechnung ausgeschlossen. Allerdings müsste dann auch die Einspeisevergütung und der Privatverbrauch nicht versteuert werden.

10. Steuerabzug bei Bauleistungen gem. §§ 48 ff EStG

Vergütungen für Bauleistungen, die im Inland gegenüber einem Unternehmer i. S. d. § 2 UStG oder einer juristischen Person des öffentlichen Rechts erbracht werden, unterliegen dem Steuerabzug gem. § 48 Abs. 1 S. 1 EStG. Der Betreiber der Photovoltaikanlage (Leistungsempfänger) ist grundsätzlich verpflichtet, vom Rechnungsbetrag für den Kauf und die Installation der Solaralage 15 % einzubehalten, anzumelden und an das Finanzamt abzuführen.

Diese Verpflichtung entfällt, wenn im Zeitpunkt der Gegenleistung eine gültige Freistellungsbescheinigung gem. § 48b EStG vorliegt oder die gesamte Gegenleistung im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht die Freigrenze von 5.000 Euro bzw. 15.000 Euro gem. § 48 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 und 2 EStG übersteigt.

Die Verpflichtung zum Steuerabzug entsteht in dem Zeitpunkt, in dem die Gegenleistung erbracht wird, d. h. beim Leistungsempfänger selbst oder bei einem Dritten, der für den Leistungsempfänger zahlt, abfließt.

Die Installation einer Photovoltaikanlage an oder auf einem Gebäude stellt eine Bauleistung i.S.d. § 48 EStG dar.

11. Beiligung an Photovoltaikanlagen oder Dach mieten

Man kann auch ohne eigenes Dach in die Nutzung der Sonnenenergie einsteigen. Dies ist z.B. in Form einer Beteiligung an einem Bürgerkraftwerk möglich über die Anmietung eines geeigneten Grundstücks, auf dem sich eine Photovoltaikanlage errichten lässt. Bürgersolarkraftwerke werden üblicherweise in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder Genossenschaft organisiert, an denen man sich finanziell beteiligen kann.

Bildnachweis: Thanks for your Like • donations welcome auf Pixabay

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