Der Trend zum Sharing nimmt zunehmend Tempo auf und die ersten Big Player im Sharing-Business sind am Horitont aufgetaucht. Bei der Finanzierung der kommenden Sharing-Giganten fließen noch größere Summen an Wagniskapital als bei Facebook und den anderen Social Media Firmen. In der Sharing Economy steht nicht mehr das Eigentum im Vordergrund, sondern das Teilen von Immobilien, Autos oder anderen Produkten.

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Marktplätze und Plattformen boomen

Sogenannte Online-Marktplätze und Plattformen boomen schon etliche Jahre. Einige davon konzentrieren sich auf das Teilen von Immobilien, Autos, E-Rollern oder anderen Güter und Dienstleistungen. AirBnB und Uber sind nur zwei namhafte Beispiele für die globale Sharing-Welle.

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DriveNow ist eine ähnliche Plattform, die in Deutschland immer mehr Nutzer finden und das sog. Carsharing betreibt. In der Theorie erhalten mit dem Sharing auch ärmere Schichten Zugang zu hochwertigen Gütern und Dienstleistungen, die sich bislang meist nur Menschen mit entsprechendem Einkommen leisten können. Urlaub in einer Penthouse-Wohnung in New York City ist heute für jeden vorstellbar.

Sharing Economy

Was sich auf den ersten Blick erstrebenswert anhört, wird jedoch nachhaltige und intensive Auswirkungen auf die betroffenen Länder und Branchen haben. Und grundsätzlich lässt sich jedes Produkt und jede Dienstleistung über einen Marktplatz teilen, solange die Zahl der Verbraucher stimmt. Selbst Kleidung, Schmuck oder andere Luxusgüter lassen sich grundsätzlich teilen.

Wenn die Sharing Economy erst einmal einen gewissen Grad erreicht hat, wird das auch Auswirkungen auf die Umsätze der Hotels, Reisebüros oder Automobilfirmen und ihrer Zulieferer haben. Da die Online-Marktplätze und Plattformen meist durch internationale Konzerne betrieben werden, konzentrieren sich die Profite zunehmend in den Händen weniger.

Carsharing

Das Carsharing ist eigentlich keine neue Idee. Das Teilen eines Autos haben schon etliche Firmen profitabel angeboten. Allerdings lassen sich die Möglichkeiten des Carsharing mit den Megatrends Digitalisierung und Mobile Internet hervorragend kombinieren.

Die ökologischen und ökonomischen Vorteile des Carsharing liegen auf der Hand und sind in den Metropolen und Städten am deutlichsten sichtbar. Hier ist die Bereitschaft zur Nutzung auch am höchsten. Blickt man noch ein paar Jahre weiter in die Zukunft, wird das Carsharing-Potential in Verbindung mit dem Auto der Zukunft überdeutlich.

Motive zum Teilen von Gütern und Dienstleistungen

Die Motive zur Beteiligung an der Sharing Economy sind höchst unterschiedlich und sicherlich auch von der Einkommensstufe abhängig. Während für die einen der ökologische Aspekt am Teilen im Vordergrund steht, sehen die anderen eher die ökonomischen Vorteile.

Der Grundgedanke beim Teilen von Güter und Dienstleistungen ist immer der gleiche: Vorhandene Ressourcen mehr Menschen zugänglich machen und dadurch effektiver nutzen. Weltweit ist der Anteil derer schon jetzt sehr hoch, die bereit sind, eigene Güter zu teilen und von anderen zu nutzen.

Es gibt viele Gründe, die für das Teilen und gegen das Eigentum sprechen. So lohnt sich für viele die Anschaffung eines eigenen Autos nicht. Zudem verschafft einem die Nutzung von Sharing-Angeboten Flexibilität und schont wertvolle Ressourcen.

Entscheidend für das weitere Wachstum der Sharing Economy wird aber auch das gesetzliche Regelwerk sein, das den jeweiligen Sharing-Modellen entgegenkommt oder zusätzliche Hürden schafft.

Sharing – Teilen statt Eigentum
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