Anhand von mehr als 80 Kriterien wird mit dem jährlich erscheinenden Global Innovation Index eine Ranking-Liste mit mehr als 100 Ländern weltweit erstellt, in welcher die Innovationskraft dieser Länder miteinander verglichen wird. In dem Global Innovation Index für 2016 konnte die Schweiz erneut den 1. Platz belegen, dicht gefolgt von Schweden und Großbritannien.

Schweiz, Schweden, Großbritannien

Der Global Innovation Index 2016 zeigt: Die Schweiz ist derzeit das Land mit der weltweit höchsten Innovationskraft – und das zum sechsten Mal in Folge! Unser Nachbarland liegt mit 66,3 Punkten vor Schweden (63,6 Punkte) und Großbritannien (61,9 Punkte).

Von den 10 innovativsten Ländern weltweit liegen 8 in Europa. Dies liegt mit an den dortigen hervorragenden Ausgangsbedingungen. Europa verfügt über eine hochentwickelte Infrastruktur, starke Unternehmen, ein gutes Bildungssystem und Zugang zu digitalen Technologien. Neben Deutschland auf Platz 10 findet man derzeit nur zwei nicht-europäische Länder unter den Top 10 der innovativsten Länder.

Infografik: Schweiz bleibt globaler Innovationsführer | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Innovationsweltmeister Schweiz

Es ist bemerkenswert, dass die Schweiz schon zum 6. Mal in Folge den Global Innovation Index anführt, während das Land der Tüftler und Denker (Deutschland) nur den 10. Platz erreicht. Da kommt einem die Werbung von Ricola in den Sinn, die in immer neuen Versionen die Innovationsfreude der Schweizer auf die Schippe nimmt.

Innovatives Europa

Anhand der Grafik von Statista kann man auch erkennen, dass die Top 10 der innovativsten Ländern weltweit von europäischen Volkswirtschaften dominiert wird. Das hätte wahrscheinlich nicht jeder auf Anhieb so erwartet.

Besondere Beachtung verdient Großbritannien auf Platz 3, das immer wieder herausragende Innovationen entwickeln kann. Ob und inwieweit sich der Brexit auf die Innovationsfähigkeit Großbritanniens auswirken wird, dürfte eine spannende Frage unter vielen werden.

Das unerwartet „schlechte“ Abschneiden der USA ist vor allem auf die miserablen Ergebnisse in den Kategorien Bildung, ökologische Nachhaltigkeit und immaterielle Wirtschaftsgüter zurückzuführen.

Aus Erfindungen werden Innovationen

Innovationen sind übrigens nicht gleichzusetzen mit Erfindungen. Von einer Innovation spricht man erst, wenn eine Erfindung erstmals wirtschaftlich genutzt bzw. verwertet werden kann. Erst wenn eine Erfindung als Geschäftsidee für ein Startup oder ein neues Produkt den erfolgreichen Weg auf den Markt findet, hat man es mit einer Innovation zu tun.

Eine Innovation setzt also voraus, dass die neuen Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren tatsächlich auf einen Markt mit Nachfrage treffen und die Macher damit Geld verdienen können. Eine Innovation steht qualitätsmäßig auf einer völlig anderen Stufe als eine reine Erfindung. Letztere kann sich letztlich als völlig unnützlich für die Menschheit erweisen.

Global Innovation Index 2016
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