Die Umwandlung von Einzelunternehmen in eine GmbH ist auch im Wege der Einbringung gem. § 20 UmwStG möglich. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen der Einbringung zur Neugründung einer GmbH (Sachgründung) und der Einbringung in eine bestehende GmbH anlässlich einer Kapitalerhöhung.

Inhalt:

  1. Rechtsgrundlagen zur Einbringung von Einzelunternehmen in eine GmbH
  2. Einbringung des Einzelunternehmens in eine GmbH im Wege der Sachgründung
  3. Einbringung des Einzelunternehmens in eine bestehende GmbH anlässlich einer Kapitalerhöhung
  4. Die Einbringung von Einzelunternehmen im Steuerrecht
  5. Erstberatung zur Umwandlung von Einzelunternehmen

1. Rechtsgrundlagen zur Einbringung von Einzelunternehmen in eine GmbH

Die Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Einbringung von Einzelunternehmen in eine GmbH sind in den §§ 20 bis 23 UmwStG geregelt.

Anders als bei der Ausgliederung gem. Umwandlungsgesetz ist die Einbringung des Einzelunternehmens in eine GmbH auch möglich, wenn dieses nicht im Handelsregister eingetragen ist.

2. Einbringung des Einzelunternehmens in eine GmbH im Wege der Sachgründung

Im Falle der Einbringung eines Einzelunternehmens zur Neugründung einer GmbH handelt es sich rechtlich um eine Sachgründung, bei der die Aufbringung des Stammkapitals durch Einbringung des Handelsgeschäfts erfolgt.

Der wesentliche Unterschied zur Ausgliederung des Einzelunternehmens zur Neugründung besteht darin, dass es sich bei der Einbringung um keinen Fall der (partiellen) Gesamtrechtsnachfolge handelt. Infolgedessen bedarf die Übernahme von Schulden des Einzelunternehmers durch die GmbH der Zustimmung der Gläubiger gem. §§ 414, 415 Abs. 1 BGB. Anderenfalls haftet der Inhaber des Einzelunternehmens weiterhin unbeschränkt persönlich für die bestehenden Verbindlichkeiten.

Für die Einbringung eines Einzelunternehmens in eine GmbH im Wege der Sachgründung ist die Erstellung eines Sachgründungsberichts gem. § 5 Abs. 4 GmbHG erforderlich.

3. Einbringung des Einzelunternehmens in eine bestehende GmbH anlässlich einer Kapitalerhöhung

Die Einbringung des Einzelunternehmens in eine GmbH ist auch im Wege der Einbringung in eine bereits bestehende Gesellschaft anlässlich einer Kapitalerhöhung möglich.

Hierzu erfolgt zunächst im ersten Schritt eine schnelle und einfache Gründung der GmbH durch mindestens hälftige Einzahlung des Stammkapitals.

Anschließend wird im zweiten Schritt eine Kapitalerhöhung durchgeführt, wobei diese theoretisch bereits mit 1,- Euro realisiert werden kann. Hierfür ist ein Gesellschafterbeschluss erforderlich, der die Kapitalerhöhung betragsmäßig beziffert sowie den Gegenstand der Sacheinlage und den Nennbetrag der Geschäftsanteile bezeichet.

4. Die Einbringung von Einzelunternehmen im Steuerrecht

Die Einbringung des Einzelunternehmens in eine GmbH gilt gem. § 152 UmwG als Einbringung i.S.d. §§ 20 ff UmwStG. Voraussetzung für die Anwendung der §§ 20 ff UmwStG ist jedoch die Übertragung eines Betriebs oder Teilbetriebs mit allen wesentlichen Betriebsgrundlagen. Das betrifft insbesondere Immobilien. Soweit der Einzelunternehmer einzelne nicht wesentliche Wirtschaftsgüter nicht auf die GmbH übertragen will, sind diese (unter Aufdeckung der darin enthaltenen stillen Reserven) zu entnehmen, sofern sie nicht anderweitig betrieblich genutzt werden.

5. Erstberatung zur Umwandlung von Einzelunternehmen in eine GmbH

Mit dem nachfolgenden Formular können Sie unter Angabe der wesentlichen Daten und Wünsche gerne ein unverbindliches Angebot anfordern. In der Regel ist eine einstündige, telefonische Erstberatung sinnvoll, um anhand der individuellen Verhältnisse die beste Lösung zur Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH zu ermitteln. Anschließend ist dieser Weg ggf. in Zusammenarbeit mit einem Notar vorzubereiten und zu realisieren.

Einbringung von Einzelunternehmen in eine GmbH
Tagged on:                             

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.