Mit rasendem Tempo haben E-Mails die klassischen Geschäftsbriefe ersetzt. Und auch der einstmals beliebte Telefonanruf wird immer öfter durch sie ersetzt. Die Vorteile der E-Mails sind auf den ersten Blick unschlagbar: Schnell, einfach, kostenlos. Dennoch haben aber auch die E-Mails neben ihren Vorteilen einige Nachteile.

Inhalt:

  1. Vorteile der E-Mails
  2. Nachteile der E-Mails
  3. Keine Beweiskraft von E-Mails

1. Vorteile der E-Mails

E-Mails bieten eine Menge Vorteile gegenüber dem klassischen Geschäftsbrief. Sie sind schneller, einfacher und darüber hinaus kosten sie auch kein Porto.

Im Einzelnen sind die nachfolgenden Vorteile für jeden erkennbar und unumstritten:

  • Kein umständliches Eintüten in Briefumschläge oder Versandtaschen;
  • Innerhalb von Sekunden beim Empfänger;
  • Kostenlos, insbesondere kein Porto erforderlich;
  • Für das papierlose Büro unersetzlich.

Einfach ein Klick auf Senden und schon ist die E-Mail beim Empfänger. Ob sie dort auch sofort gelesen wird, steht auf einem anderen Blatt Papier. Gegenüber dem Telefon besteht der Vorteil der E-Mails darin, dass letztere eine Erinnerungsfunktion von etwas Schriftlichem bieten. Aber Vorsicht, die klassische Beweiskraft im Rahmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung hat die E-Mail ohne besondere Signatur nicht.

2. Nachteile der E-Mails

Genau aus den soeben genannten Vorteilen erwachsen auch die Nachteile, da die Regeln zum richtigen Umgang mit E-Mails oft nicht bekannt sind.

Eine schnell geschriebene E-Mail verleitet nicht wenige Absender dazu, die Informationen etwas nachlässig zu verpacken. Nicht wenige sind voller Fehler in der Rechtschreibung und/oder Grammatik, weil sie – anders als ein Geschäftsbrief – kein zweites Mal gelesen werden. E-Mails mit stilistischen Mängeln sind sogar sehr häufig anzutreffen.

Es kommt auch immer wieder mal vor, dass E-Mails beim Empfänger zwar ankommen, aber den Spamfilter nicht passieren. In diesen Fällen geht der Absender zwar davon aus, dass seine E-Mail gelesen wird. In der Realität bleibt sie jedoch ungelesen, was zu Mißverständnissen oder falschen Entscheidungen führen kann. Anders herum brauchen manche Nutzer mehrere E-Mails innerhalb weniger Minuten, um dem Absender eine Information mitzuteilen. In Extremfällen kommt dies Spam schon sehr nahe.

Sehr peinlich und/oder unangenehm können E-Mails sein, wenn diese in der Hektik an den falschen Empfänger versandt wird oder der Anhang einen falschen Anhang enthält.

3. Keine Beweiskraft

Irrtümlicherweise meinen viele, dass eine E-Mail als Beweis für ein Angebot, Widerruf, Bestellung oder ähnliches gilt. Das ist ohne besondere Signatur jedoch nicht so. Ohne besondere Signatur haben sie in der gerichtlichen Auseinandersetzung keine Beweisfunktion im klassischen Sinne. Sie kann von Seiten des Gerichts allenfalls im Rahmen der freien Beweiswürdigung berücksichtigt werden, beispielsweise zur Bestätigung einer Zeugenaussage.

Vorteile und Nachteile der E-Mails
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