Die gesetzlichen Vorschriften des GmbHG über das Stammkapital der GmbH betreffen die Aufbringung und Erhaltung des Gesellschaftsvermögens, das den Gläubigern als Sicherheit dient und sozusagen als Ersatz für die fehlende persönliche Haftung der Gesellschafter fungiert. Die Festlegung des Stammkapitals und die Nennbeträge der Anteile gehören zu den zwingenden Vorschriften des Gesellschaftersvertrages, ohne die eine GmbH nicht ins Handelsregister eingetragen werden kann. Es muss gem. § 5 Abs. 1 GmbhG mindestens EUR 25.000,00 betragen, wobei der Nennwert eines Geschäftsanteils den Betrag von EUR 1,00 nicht unterschreiten darf.

Mindest-Stammkapital EUR 25.000,00

Das Stammkapital der GmbH bestimmt die Summe der Einlagen, die bei Gründung einer GmbH von den Gesellschaftern in Geld oder geldwerten Einlagen (Sacheinlagen) für die Aufnahme der Geschäftsanteile erbracht werden müssen. Es muss jedoch mindestens EUR 25.000,00 betragen. Das zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen darf gem. §§ 30, 31 GmbHG nicht mehr an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Sofern im Gesellschaftsvertrag nichts anderes bestimmt ist, muss die Einlage der Gesellschafter in bar erfolgen. Anderenfalls muss im Gesellschaftsvertrag ausdrücklich geregelt werden, dass die Einlage auch in Form sonstiger Gegenstände erbracht werden kann (= Sacheinlagen), soweit diese zur Aufbringung des Stammkapitals geeignet sind. Zulässig ist auch eine Mischung aus Bar- und Sacheinlagen.

Mindesteinlage vor Eintragung ins Handelsregister

Vor der Anmeldung der GmbH zur Eintragung ins Handelsregister müssen die Gesellschafter zumindest die folgenden Einlagen erbracht haben:

  • Im Falle einer Geldeinlage mindestens ein Viertel (1/4) des Nennbetrages eines jeden Geschäftsanteils, § 7 Abs. 2 GmbHG;
  • Im Falle einer Sacheinlage den vollen Wert des Nennbetrages des Geschäftsanteils, § 7 Abs. 3 GmbHG;
  • Im Falle einer Mischeinlage die Geldeinlage zu je einem Viertel des Nennwerts und die Sacheinlagen vollständig;
  • Der Gesamtbetrag der eingezahlten Geldeinlagen und der vollständig erbrachten Sacheinlagen muss mindestens den Wert von EUR 12.500,00 erreichen, § 7 Abs. 2 GmbHG.

Ist nur eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, darf die GmbH nicht ins Handelsregister eingetragen werden. Die Sonderbestimmungen für die Einmann-GmbH gelten nicht mehr.

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