Es folgt eine kurze Geschichte über das Girokonto, wie wir es heute kennen. Die Entwicklung zum heutigen Girokonto erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte und ist eine Erfindung der Tempelritter, um den Handel zwischen den europäischen Städten sicherer zu machen. Sie gelten als Pioniere des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, die sich im 13. Jahrhundert in Europa ausbreiteten und diesen im Handel zwischen den großen Städten etablierten. Heute führen größtenteils Banken und Sparkassen ein Girokonto für ihre Kunden, um deren Zahlungsverkehr mit anderen Unternehmen oder Personen abzuwickeln.

Inhalt:

  1. Von den Tempelrittern zu den Banken
  2. Der erste bargeldlose Zahlungsverkehr in Europa
  3. Erstes Girokonto in Deutschland
  4. Das Girokonto in der Zukunft

1. Von den Tempelrittern zu den Banken

Die Geschichte über das Girokonto beginnt mit dem Orden der Tempelritter, der Reisenden wohl erstmals im 13. Jahrhundert flächendeckend anbot, dass diese ihr Geld auf einer ihrer Burgen hinterlegen. Im Gegenzug erhielten sie ein Dokument, dass den Besitz des Geldes bestätigte.

Dieses Dokument konnten die Reisenden schließlich an jedem anderen Standort der Tempelritter wieder in bare Münze umwandeln. Kreuzfahrer, aber auch Reisende und Kaufleute nutzten gerne dieses frühe Bankensystem. Zuvor mussten sie ihr Geld mit sich führen und waren so ein beliebtes Opfer von Räuberbanden.

2. Der erste bargeldlose Zahlungsverkehr in Europa

Der frühe bargeldlose Zahlungsverkehr entwickelte sich in Europa parallel zum Bankensystem der Tempelritter. Dahinter standen die sog. Geldwechsler, deren Beruf mit dem Aufkommen von Münzen im Mittelalter entstand. Sie waren sozusagen die Vorläufer der heutigen Banken und Kreditinstitute.

Die ersten bargeldlosen Transaktionen über Gutschriften und Lastschriften werden aus dem 11. Jahrhundert überliefert. Mit dem Aufstieg der italienischen Stadtstaaten im 14. Jahrhundert entwickelten sich dann schon die ersten schriftlichen Zahlungsanweisungen.

Die vermögenden Kaufleute in den heutigen italienischen Städten Florenz, Venedig und Genua trugen maßgeblich zur Entwicklung des heutigen Systems im Zahlungsverkehr bei. Sie etablierten die Verrechnung unter den Konten und legten damit historisch den Grundstein für die heutigen Girokonten.

3. Erstes Girokonto in Deutschland

In Deutschland führte übrigens die Hamburger Bank als erstes Bankhaus ein Girokonto ein. Dieser Service war allerdings den Hamburger Kaufleuten vorbehalten.

Ein Giroverkehr in ganz Deutschland wurde erst mit der Gründung der Deutschen Reichsbank anno 1875 etabliert. Wer diesen Service nutzen wollte, musste allerdings ein Guthaben von mindestens 1.000 Mark vorweisen können.

4. Das Girokonto in der Zukunft

Heutzutage ist das Girokonto bzw. das Geschäftskonto für Unternehmen nicht mehr wegzudenken.

Im Zuge der Megatrends Globalisierung und Digitalisierung haben es die Banken allerdings versäumt, weiterzudenken. In Deutschland kosten Überweisungen ins nicht-europäische Ausland teilweise zwei- bis dreistellige Gebühren, was nicht mehr zeitgemäß erscheint.

Auf kurz oder lang werden Unternehmen und Privatleute andere Lösungen nutzen, um ihren bargeldlosen Zahlungsverkehr günstiger und schneller abzuwickeln. Die neuartigen Kryptowährungen könnten eine dieser Lösungen sein.

Geschichte über das Girokonto
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